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Rückhalt statt Unsicherheit: Neue Wege zu einer selbstbestimmten Frauengesundheit

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Rückhalt statt Unsicherheit: Neue Wege zu einer selbstbestimmten Frauengesundheit

calendar_today 25 September 2026

Hebamme im ländlichen Gesundheitszentrum in Côte d’Ivoire: Die leitende Hebamme Kangah Ange Stéphanie nutzt ein Pinard-Hörrohr, um die herztöne des Fötus sowie die Vitalfunktionen zu überprüfen.
© UNFPA Côte d'Ivoire/Ollivier Girard: Hebamme im ländlichen Gesundheitszentrum in Côte d'Ivoire: Die leitende Hebamme Kangah Ange Stéphanie nutzt ein Pinard-Hörrohr, um die herztöne des Fötus sowie die Vitalfunktionen zu überprüfen.

VEREINTE NATIONEN, New York – Bevor die 23-jährige Babirye Gorreti mit ihrem ersten Kind schwanger wurde, hatte Angst sie davon abgehalten, Verhütungsmittel zu verwenden.

Aufgewachsen in dem ländlichen Dorf Nakirurwe im östlichen Iganga-Distrikt Ugandas hatte sie nur Warnungen über Familienplanung gehört: dass sie ständige Blutungen verursache, dass sie gefährlich sei. Ohne Zugang zu verlässlichen Informationen hatte sie kaum die Möglichkeit, eine fundierte Entscheidung über ihr eigenes reproduktives Leben zu treffen.

Ihre Geschichte spiegelt eine Herausforderung wider, mit der Millionen von Frauen und Mädchen weltweit konfrontiert sind. Jeden Tag sterben mehr als 700 Frauen an Ursachen im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt. Über 90 Prozent dieser Todesfälle ereignen sich in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen, und die meisten davon wären weitgehend vermeidbar.

WomenX Collective ist ein globales Programm, das 2024 vom UNFPA, dem Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen, ins Leben gerufen wurde, um Initiativen zur Frauengesundheit zu identifizieren und auszuweiten. Erkenntnisse des McKinsey Health Institute zeigen, dass jeder in die Gesundheit von Frauen investierte Dollar einen Ertrag von etwa 3 US-Dollar an Wirtschaftswachstum generiert; durch Finanzierung, Partnerschaften und einen evidenzbasierten Ansatz strebt WomenX an, bis 2030 100 Millionen US-Dollar zu mobilisieren. 

Uganda: Die richtigen Informationen verändern alles

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© UNFPA/Jadwiga Figula: Hebammen und Krankenschwestern wie die 29-jährigen Edinah setzen sich für eine bessere Aufklärung in Fragen der sexuellen und reproduktiven Gesundheit in Uganda ein.
© UNFPA/Jadwiga Figula: Hebammen und Krankenschwestern wie die 29-jährige Edinah setzen sich für eine bessere Aufklärung in Fragen der sexuellen und reproduktiven Gesundheit in Uganda ein.

Als Frau Gorreti sich an eine Fachkraft wandte, die von WomenX über die UNFPA-Partner ACORD Uganda und die Uganda Private Midwives Association geschult worden war, erhielt sie zum ersten Mal fundierte Beratung und Zugang zu Verhütungsmöglichkeiten. Sie entschied sich für ein Verhütungsstäbchen in Form einer Injektion, das sie sich selbst verabreichen konnte.

„Als ich die richtigen Informationen erhielt, änderte sich alles. Jetzt bin ich frei – frei, mein Leben zu planen, frei, mich um mein Kind zu kümmern, frei zu entscheiden, wann ich bereit für ein weiteres Kind bin“, erklärte sie gegenüber UNFPA.

Eine im Januar 2026 durchgeführte UNFPA-Studie ergab, dass mehr als ein Viertel der Frauen in den Distrikten Jinja und Iganga, die ein injizierbares Verhütungsmittel verwendeten, es vorzogen, sich die Injektion selbst zu verabreichen, anstatt dies von einer medizinischen Fachkraft durchführen zu lassen. Im Gegensatz dazu lag der nationale Durchschnitt für die Selbstinjektion im Jahr 2024 bei nur 8 Prozent, was auf eine ermutigende Akzeptanz von Selbstversorgungsmöglichkeiten in den Zielgebieten des Projekts hindeutet – mit dem Potenzial, diese durch verbesserten Zugang und die Einbindung von Gesundheitsdienstleistern weiter auszubauen.

Doch Angst, ein Mangel an verlässlichen Informationen, hohe Kosten und begrenzte Unterstützung durch Gesundheitsdienstleister bleiben erhebliche Hindernisse für Frauen, die diese Verhütungsmethode anwenden möchten. WomenX trägt dazu bei, diese Herausforderungen zu bewältigen, indem es die Verfügbarkeit und Erschwinglichkeit dieser Option in Gesundheitseinrichtungen und Apotheken verbessert, die Lieferketten des privaten Sektors stärkt und nachhaltige Finanzmittel mobilisiert.

Philippinen: Die am stärksten Benachteiligten erreichen

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© UNFPA Philippines/Mark Sambajon: Das von UNFPA unterstützte Projekt bringt essenzielle Gesundheitsdienste direkt den Menschen, um sichere Schwangerschaften zu ermöglichen und die sexuelle sowie reproduktive Gesundheit zu fördern.
© UNFPA Philippines/Mark Sambajon: Das von UNFPA unterstützte Projekt bringt essenzielle Gesundheitsdienste direkt zu den Menschen vor Ort, um sichere Schwangerschaften zu ermöglichen und die sexuelle sowie reproduktive Gesundheit zu fördern.

In der Provinz Laguna auf den Philippinen erreichte die Müttersterblichkeitsrate im Jahr 2021 mit 191 Todesfällen pro 100.000 Lebendgeburten ihren Höchststand – fast doppelt so hoch wie der Wert vor der Pandemie, wie aus Daten von UNFPA hervorgeht. Und das, obwohl das nationale Gesundheitsministerium schätzt, dass etwa 97 Prozent der Frauen in Gesundheitseinrichtungen unter der Betreuung von qualifiziertem Personal entbunden haben – ein Trend, der darauf hindeutet, dass der Zugang zu rechtzeitiger vor- und nachgeburtlicher Versorgung genauso wichtig ist wie die Frage, wo und wie Frauen gebären.

Um diese Lücke zu schließen, unterstützt UNFPA die Provinzregierung von Laguna beim Ausbau der Telemedizin mithilfe der GobSol-App. Die im Juni 2026 eingeführte App ermöglicht Frauen den Zugang zu Beratungsgesprächen, Schwangerschaftsüberwachung und Notfallüberweisungen, ohne dass sie dafür reisen müssen.

„Das GobSol-Telemedizin-Team wurde gegründet, um diejenigen zu erreichen, die es sich wirklich nicht leisten können oder es nicht schaffen, ins Krankenhaus zu gehen – diejenigen, die nicht einmal Geld für die Fahrtkosten oder den Kauf von Medikamenten haben“, sagte Dr. Jeanett Medina, eine Ärztin in San Antonio, Laguna. „Manchmal erzählen Patientinnen mehr, weil sie zu Hause sind. Sie sind weniger schüchtern.“

Côte d’Ivoire: Wenn die Regale gefüllt sind, werden Leben gerettet

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© UNFPA/Miléquêm Diarassouba: UNFPA-Hilfsgüter im Lagerhaus der Nouvelle Pharmacie de la Santé Publique in Abidjan.
© UNFPA/Miléquêm Diarassouba: UNFPA-Hilfsgüter im Lagerhaus der Nouvelle Pharmacie de la Santé Publique in Abidjan.

Auf der Entbindungsstation des Bezirkskrankenhauses in Duékoué in Côte d’Ivoire hat die Hebamme Yed Yeo Kotou erlebt, was passiert, wenn die Lieferketten ordnungsgemäß funktionieren. „In Notfällen, wenn die Produkte verfügbar sind und wir schnell handeln können, retten wir Leben“, sagte Frau Kotou.

Ist dies nicht der Fall, kann es tragisch anders ausgehen – ohne die richtige Menge und Art an Ausrüstung und medizinischem Material können diese Leben nicht gerettet werden. Mit Unterstützung der nationalen Arzneimittelbehörde der Republik Côte d’Ivoire und dank der Finanzierung durch die Children’s Investment Fund Foundation hat WomenX dazu beigetragen, den Einsatz einer digitalen Bestandsverwaltungsplattform namens mSupply zu stärken, die 2019 in einer Pilotphase getestet wurde.

Seit Oktober 2025 konzentriert sich die Initiative auf Coaching, Mentoring und die Stärkung der Zusammenarbeit mit regionalen und bezirksweiten Gesundheitsverantwortlichen, um die Nutzung von mSupply-Daten bei der Entscheidungsfindung zu verbessern. Zudem wird eine leistungsbezogene Finanzierung getestet, um die Datenqualität und -nutzung, die Kapitalrendite und die Nachhaltigkeit zu verbessern und damit Grundlagen für eine landesweite Ausweitung sowie die staatliche Finanzierung von mSupply zu schaffen.

Bis Februar 2026 war der Anteil der Gesundheitseinrichtungen, die mSupply im Bezirk Duékoué nutzen, von 17 Prozent auf 59 Prozent gestiegen – was fast dem nationalen Durchschnitt von 65 Prozent entspricht.

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