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Internationaler Frauentag „Rechte. Gerechtigkeit. Handeln. Für ALLE Frauen und Mädchen.“

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Veranstaltungen

Internationaler Frauentag „Rechte. Gerechtigkeit. Handeln. Für ALLE Frauen und Mädchen.“

calendar_today 08 March 2026

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Internationaler Frauentag „Rechte. Gerechtigkeit. Handeln. Für ALLE Frauen und Mädchen.“
Akimatou, 22 Jahre aus Benin, wurde mit 16 Jahren schwanger. Heute ist sie Jugendfürsprecherin und setzt sich für den Zugang zu Verhütungsmitteln und Familienplanung ein.

Damit Frauen und Mädchen ihre grundlegendsten Rechte wahrnehmen können – darunter das Recht, über ihren eigenen Körper zu entscheiden –, müssen sie gleichberechtigten Zugang zur Justiz haben. Doch viele Justizsysteme weltweit versagen ihnen dies. Tatsächlich verfügen Frauen weltweit nur über 64 Prozent der gesetzlichen Rechte, die Männern zustehen.

Zwar haben viele Länder Fortschritte bei der Verabschiedung von Gesetzen zur Wahrung der sexuellen und reproduktiven Rechte sowie zur Sicherung der körperlichen Selbstbestimmung erzielt, doch hat noch kein Land eine echte Gleichstellung von Frauen und Männern vor dem Gesetz erreicht. Vor diesem Hintergrund lautet das Thema des Internationalen Frauentags: „Rechte. Gerechtigkeit. Handeln. Für ALLE Frauen und Mädchen.“

Diskriminierung von Frauen und Mädchen ist nach wie vor weit verbreitet, insbesondere wenn es um Gesetze zur sexuellen und reproduktiven Gesundheit geht. So sind beispielsweise in fast einem Viertel aller Länder weltweit Frauen und Jugendliche gesetzlich verpflichtet, die Zustimmung einer dritten Person, beispielsweise ihres Ehemanns oder ihrer Eltern, einzuholen, um Zugang zu Verhütungsmitteln zu erhalten. Auch bei der Bekämpfung technologiegestützter geschlechtsspezifischer Gewalt versagen die Rechtssysteme. Trotz der weltweiten Verbreitung dieser Form der Gewalt wird sie selten unter Strafe gestellt oder strafrechtlich verfolgt.

Selbst dort, wo gesetzliche Rahmenbedingungen bestehen, werden Gesetze oft nicht umgesetzt oder durchgesetzt. Geschlechtsspezifische Gewalt ist eine der weltweit am weitesten verbreiteten Menschenrechtsverletzungen, doch die meisten dieser Verbrechen bleiben ungestraft, wenn sie angezeigt werden. Gründe dafür sind unterfinanzierte Dienste, Hindernisse beim Zugang zu Gerichten und Rechtshilfe sowie Systeme, die Überlebende erneut traumatisieren oder sogar kriminalisieren. Dies verweigert Frauen und Mädchen Gerechtigkeit, insbesondere in Krisensituationen. 

Gerechtigkeit für sexuelle und reproduktive Rechte muss vom gesetzlichen Auftrag zur gelebten Realität werden. Das bedeutet, dass Gerichte und Rechtsdienste nicht nur für Frauen, Mädchen und alle anderen marginalisierten Menschen zugänglich sein müssen, sondern ihnen auch gegenüber rechenschaftspflichtig sind.